Frage & Antworten
 
Häufig gestellte Fragen:
“Bin ich in Hypnose willenlos dem Therapeuten ausgeliefert?”
Antwort: Nein. Während einer leichten bis mittleren Hypnosetiefe (mehr ist
für die therapeutische Arbeit nicht nötig!) können Sie jederzeit mit dem Therapeuten
sprechen, können Aussenreize wahrnehmen und können auch ggfs. die Sitzung
unterbrechen. Sie sind also keinesfalls willenlos ausgeliefert.
“Was kann denn schlimmstenfalls in Trance passieren?”
Antwort: Im ‘schlimmsten’ Fall schlafen sie ein und dieser Schlaf wird recht erholsam sein; vorausgesetzt, alle Kontraindikationen wurden berücksichtigt.
“Was versteht man unter ‘Kontraindikationen’?”
Antwort: Es gibt einige Einschränkungen - in diesen Fällen wäre das Produzieren von Bildern
in Tiefenentspannung kontraproduktiv. Eben z. B. dann, wenn ein Mensch ohnehin schon
zuviele Bilder produziert oder er akut traumatisiert ist und die Gefahr einer Retraumatisierung besteht. Daher empfiehlt es sich nicht, Hypnose anzuwenden bei: akuten Psychosen,
einigen Formen der Schizophrenie, schweren Persönlichkeitsstörungen und mangelnder Hypnotisierbarkeit, ebenso beim unbedingten Wunsch oder der inneren Ablehnung,
in Hypnose versetzt zu werden.
“Kommen da nicht auch schon längst bearbeitete Erlebnisse und Traumata wieder hoch?”
Antwort: Alles, was tatsächlich verarbeitet ist, kann nicht wieder aufgerührt werden!
Ich als Therapeutin vertraue der Weisheit des Unterbewussten - deshalb besteht keine Notwendigkeit, im Dunkeln zu stöbern.
“Was ist der Unterschied zwischen Tiefenentspannung, Hypnose und Trance?”
Antwort: ‘Tiefenentspannung’ oder z. B. auch Meditation sind Verfahren,
um in einen entspannten Zustand zu kommen, der sich durch Fokussierung
auf das innere Erleben auszeichnet.
“Trance”, “Hypnose” oder “Hypnoid” bezeichnen diesen Zustand an sich.
Dieser kann aber auch ganz von selbst kurz nach dem Einschlafen und|oder
kurz vor dem Wachwerden eintreten - man nennt das dann “Hypnagoge Halluzination”. ‘Therapeutische Hypnose’ meint den psychotherapeutischen Einsatz von
Trancezuständen, um damit auf tieferer Ebene therapeutisch arbeiten zu können.
Darüber hinaus gibt es noch die Klinische Hypnose, die hauptsächlich von Ärzten
praktiziert wird; sie dient vorrangig zur Schmerzausschaltung z. B. beim Zahnarzt
oder immer dann, wenn eine herkömmliche Anästhesie nicht zum Einsatz kommen kann.
“Wie läuft eine Therapie denn bei Ihnen ab?”
Antwort: Abhängig von Ihren persönlichen Umständen wie z. B. zugrunde liegender
Problematik, Therapieerfahrung, persönlichen Vorlieben biete ich Ihnen ins Gespräch eingebettete Tiefenentspannungssitzungen an. Wahlweise auch nur Gespräch
oder eben auch nur Sitzungen in Therapeutischer Hypnose, allerdings stets mit der Option,
sich über das, was da geschieht, jederzeit mitzuteilen.
“Wieso kann man manche Menschen in Hypnose versetzen und andere nicht?”
Antwort: Ca. 20% der Menschen sind in der Lage, sehr tiefe Trancezustände zu erreichen.
20% sind nicht oder nur sehr schwer zu entspannen. Alle anderen können leichte bis
mittlere Hypnosetiefen erreichen. Und dies ist immer und ausnahmslos eine Selbsthypnose!
D.h., Sie selbst bestimmen, ob Sie eine entspannende Trance zulassen oder nicht.
“Fallen einfache, leichtgläubige Menschen leichter in Trance?”
Antwort: Man könnte meinen, dass Menschen, die leicht zu beeindrucken sind, auch
leichter hypnotisierbar sind. Dieser Gedanke ist falsch, denn Intelligenz und Willenskraft
sind der Hypnose eher förderlich. Bei der Hypnose kommt es neben Vertrauen
zum Hypnotiseur vor allem auf viel Phantasie und ein gutes Vorstellungsvermögen an.
Daraus folgt die etwas absurde Tatsache, daß gerade die großen Zweifler oft leichter
zu hypnotisieren sind als leichtgläubige Menschen.
“Kommen in der Therapie Medikamente zum Einsatz?”
Antwort: Grundsätzlich werden von einem psych. oder heilkundlichen Psychotherapeuten
keine Medikamente verschrieben! Sollte es der Zustand des Klienten erfordern, so wird
ein Neurologe oder Psychiater hinzugezogen, damit (vorübergehend) eine Stützung
über Psychopharmaka erfolgen und so die Therapiefähigkeit hergestellt werden kann. Zielsetzung einer Psychotherapie ist es - nach gemeinsamem, sorgfältigem Abwägen
aller Risiken und Chancen für den Klienten - eine dauerhafte Einnahme von Psychopharmaka überflüssig zu machen, was jedoch nicht in jedem Fall erreicht werden kann.
„Hypnotiseure: Scharlatane und Gaukler?“
Antwort: Seit März 2006 ist die Therapeutische Hypnose durch den
Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (nach § 11 PsychThG) als ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur psychotherapeutischen Behandlung anerkannt. Wirksamkeitsnachweise sind belegt für zahlreiche Störungsgebiete, für weitere
Störungsgebiete liegen gute Behandlungskonzepte vor.
Mehr dazu unter http://dgh-hypnose.de
Wo ist der Unterschied der Therapeutischen Hypnose zur Show- und Bühnenhypnose?“
Antwort: Beide nützen den Bewusstseinszustand der Hypnose. Doch bereits die Methoden,
mit denen eine Hypnose eingeleitet wird, unterscheiden sich deutlich.
Während ich in meiner Praxis viel Zeit und Energie in den Aufbau einer vertrauensvollen
Beziehung und grossen Wert auf körperliche Entspannung lege, wird Showhypnose mit völlig anderen Methoden induziert. - Eine entspannte Atmosphäre ist in einer Grossraumdisco
auch nur schwer vorstellbar! Showhypnose zielt auf verblüffende, publikumswirksame Effekte
ab, ohne Rücksicht auf den Zustand des Hypnotisierten zu nehmen.
Therapeutische Hypnose ist ein heilsames Instrument, um Menschen zu selbstbestimmter,
geistiger und körperlicher Gesundheit zu verhelfen. Hier hat der Zustand der Hypnose
einen übergeordneten Sinn. Der Einsatz Therapeutischer Hypnose setzt beim Therapeuten
eine umfangreiche Ausbildung, profundes Wissen über die menschliche Psychodynamik
und die Verpflichtung zu verantwortlichem Einsatz ausschliesslich zu Heilungszwecken voraus.
Das Gleiche gilt für den Zeitraum nach der Hypnose. Das Erleben in Hypnose ist meist
ein tiefgreifender Prozess und jeder Klient sollte die Möglichkeit haben, sich mit dem Therapeuten über das Erlebte auszutauschen. Die Show-Hypnose nimmt keine Rücksicht
auf die Würde, Bedürfnisse und Individualität des einzelnen Menschen, sondern zielt auf oberflächliche Eindrücke ab. Man darf sich die Frage stellen: WEN meint der Hypnotiseur -
mich oder sich?
 
 
 
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